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Gegenüber  (2018/2019)

für zwei Barockcelli und Sprecher nach

Texten von Dr. Melanie Barbato

Dmitri Dichtiar & Pavel Serbin: Barockcelli

Oliver Mannel: Rezitation

Hans-Jürgen Gerung: Komposition

 

  1. Bahubali                       – Text I
  2. Bahubali                       – Musik I
  3. Bahubali                       – Text II
  4. Bahubali                       – Musik II
  5. Bahubali                       – Text III
  6. Bahubali                       – Musik III
  7. Der Wolf von Gubbio              – Text I
  8. Der Wolf von Gubbio              – Musik I
  9. Der Wolf von Gubbio              – Text II
  10. Der Wolf von Gubbio              – Musik II
  11. Der Wolf von Gubbio              – Text III
  12. Der Wolf von Gubbio              – Musik III
  13. Der Regenmacher          – Text I
  14. Der Regenmacher          – Musik I
  15. Der Regenmacher          – Text II
  16. Der Regenmacher          – Musik II
  17. Der Regenmacher          – Text III
  18. Der Regenmacher          – Musik III

 

 

Gegenüber ist ein Werkezyklus für Sprecher und zwei Violoncelli auf Texte der Religionswissenschaftlerin Dr. Melanie Barbato.

Die Partitur entstand für das internationale festival forum für neue musik – oberstdorf 2019 und wurde am 16.03.2019 in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Oberstdorf uraufgeführt.

 

Dr. Barbato schreibt im Prolog zur Partitur:

„Meine Idee war es, drei Geschichten aus drei Religionen / Kulturen

nebeneinander zu stellen, in denen eine reflektierte Form des

Nichthandelns als die beste Option des Handelns dargestellt wird.

Das verbindende Motiv ist die Gewaltlosigkeit, und grundsätzlich

die Frage, wie man sich in im "Gegenüber" begegnet, sei es der

eigene Bruder / Konkurrent (Bahubali 1), der spirituelle Meister

(Bahubali 2), der Fremde (Wolf von Gubbio), etc.“

 

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Bahubali

Bahubali ist der Name eines Königssohns in der indischen Mythologie.  Sein Vater Rishabha zog sich nach einem langen Leben als König auf der Suche nach der tiefen Wahrheit in ein enthaltsames Leben in die Einsamkeit der Wälder zurück, und 98 seiner 100 Söhne taten es ihm gleich. König Rishabha übergab die Regentschaft seinem ältesten Sohn Bharata, während sein Bruder Bahubali mit einem anderen großen Territorium des Königreiches bedacht wurde. Baharata aber wollte das Reich von Bahubali ebenfalls für sich haben und so kam es zum Kampf. Beide Brüder besaßen große Stärke und keiner konnte sie übertreffen. Ganz ohne Waffen traten die beiden  gegeneinander an und der Sieger sollte Herrscher über das gesamte Reich sein. Bahubali (= Starkarm) besaß solch große Kraft, dass er seinen Bruder bezwingen konnte. In großem Zorn hob er den Arm um ihn mit einem letzten Schlag zu töten. Plötzlich aber hielt er inne und sah sich selbst  im Moment des verwerflichen Tuns und er erkannte, dass keine Macht und kein Königreich der Welt es wert wäre, den eigenen Bruder zu töten. So ließ Bahubali ab von Bharata und versenkte sich in tiefe Meditation, um die höchste Form der Erleuchtung zu finden.

 

Der Wolf von Gubbio

Der Wolf von Gubbio war ein Wolf, der um das Jahr 1200 die umbrische Stadt Gubbio terrorisierte Der Wolf strich außerhalb der Stadttore durch die Wälder, um jeden anzugreifen, der kühn (und wahnsinnig) genug war, sich ihm zu nähern. Das Tier schien unverletzbar und war durch keine Waffe zu bezwingen.  Die Stadt befand sich gewissermaßen im Belagerungszustand … und so entschied Franziskus, entgegen dem Rat seiner Gefährten, den Wolf zu treffen. Franziskus schlug das Kreuzzeichen und schritt das durch Stadttor auf den Wolf zu. Das Tier griff den Heiligen nicht an trottete ihm entgegen und legte sich zu dessen Füßen barg den Kopf in Franziskus‘ Händen. Als sich jedoch die Stadtbewohner näherten, wollte der Wolf erneut attackieren, Franziskus aber schlug wieder das Kreuzeichen und sprach zum Tier: ‚Bruder Wolf, Ihr habt viel Unheil gebracht über dieses Land.

Ihr habt ohne Erlaubnis zerstört und die Geschöpfe Gottes getötet. Ihr habt sogar getrachtet, den Menschen, das Ebenbild Gottes, zu töten. Bruder Wolf, wir werden euch alle Vergehen der Vergangenheit vergeben, wenn Ihr gewillt seid, mit uns einen Frieden einzugehen. Ich verspreche, dass die Bewohner der Stadt euch jeden Tag füttern werden. Ihr sollt nicht länger Hunger leiden, denn der Hunger ist es, der Euch so böse gemacht hat. Ihr versprecht dafür, niemals mehr ein Tier, noch einen Menschen zu attackieren‘. Zum Zeichen seines Einverständnisses legte der Wolf seine Pranke in die ausgestreckte Hand des Franziskus. Der Wolf wohnte von nun an in Gubbio und ging, entsprechend des Abkommens mit Franziskus, von Haus zu Haus und wurde von den Bewohnern ernährt. Nach seinem Tod stand die Stadt in Trauer und entsprechend der Tradition gab Gubbio dem Wolf ein feierliches Begräbnis. Es wird berichtet, dass 1872, während einer Renovierung das Skelett eines riesigen Wolfes unter einer Platte nahe der Kirchenwand gefunden wurde.

 

Der Wolf wurde in Gubbio zum Symbol für die Heiligkeit Franziskus‘ und für die Allmacht Gottes – bis heute.

 

 

Der Regenmacher

In einem kleinen chinesischen Dorf herrschte einmal eine große Dürre. Alle Versuche der örtlichen Regenmacher und Magier blieben erfolglos, so dass die Bewohner entschieden, nach dem berühmten Regenmacher ins entfernte Kiao Chow zu schicken. Als dieser nach langer Reise ankam begab er sich sogleich in die Einsamkeit der Wildnis und bat um nichts weiter als um etwas Nahrung.

Tagelang geschah nichts und eine Abordnung der Dorfbewohner machte sich auf den Weg in die Wildnis – wurde aber vom Regenmacher zurückgeschickt. Am Tag darauf (mitten im Sommer) begann es dann zuerst zu schneien und kurz darauf fiel Regen – zuerst zögerlich dann immer heftiger und tagelang wurde nun das Land getränkt. Als die Bewohner den Regenmacher nach dem Geheimnis fragten, sagte dieser ‚Als ich in euren Distrikt kam bemerkte ich, dass das Tao im Ungleichgewicht war – und ebenso mein Gleichgewicht von Yin und Yang. Alles was zu tun war, war in die Wildnis zu gehen um wieder mit dem Tao in Einklang zu kommen … der Rest ergab sich dann von alleine …‘

 

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Pavel Serbin (Barockvioloncello). Nach dem Schulabschluss an der Gnessin-Spezial-Musik-Schule in Moskau studierte Pavel Serbin am Moskauer Konservatorium beim Prof. D. Miller. 1999 setzte er sein Studium am Royal Conservatory in Den Haag bei den weltberühmten Spezialisten  für Alte Musik,  Wieland Kuijken (Viola da Gamba) und  Jaap ter Linden (Baroque Violoncello) fort.                                                                                                                                                                     

Zur gleichen Zeit machte er sein Konzertexamen beim Prof. A. Rudin am Moskauer Konservatorium und seit 2004 unterrichtet er dort Barockcello, Streichquartett und Kammermusik. 2015 erhielt Pavel Serbin sein Diplom im Fach Viola da Gamba am Conservatoire of Ettelbruck (Luxemburg) beim  Prof. Michel Rada-Igisch.                            

 

 

1999 war Pavel Serbin Preisträger in Brügge beim International Early Music-Competition und im Jahr 2000 gewann er die Wettbewerbe Premio Bonporti Competition (Italien) and Van Wassenaer Concurs (Niederlande). Pavel spielt regelmäßig in Europa und Russland bei verschiedenen Festivals wie u.a. San Soussi Festival, Festival Van Vlaanderen, Earlymusic Festival (St. Petersburg), Utrecht Oude Muziek Festival, Styriarte, Herne WDR - Tage Alter Musik.                                                                                                                                                                                

Die musikalische Zusammenarbeit im Ensemble „A La Russe“ mit der Pianistin Olga Martynova diente als Grundlage für die Gründung des Orchesters  Pratum Integrum, das Pavel seit 2003 als künstlerischer Leiter und seit 2008 auch als Dirigent zu großer Anerkennung auf den internationalen Podien führte.  Seine Discografie umfasst mehr als 30 CDs.

Seit 2012 ist er Solocellist in Hofkapelle München. Pavel wirkt in verschiedene Ensembles mit wie: Akademie für Alte Musik Berlin, Wiener Akademie, Orchester Anima Aeterna.

 

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Dmitri Dichtiar (Barockvioloncello) wurde in Moskau geboren. Er studierte an der Zentralen Musikschule am Moskauer Konservatorium. Nach dem erfolgreichen Abschluss besuchte er das Moskauer Konservatorium. Seine Diplome bekam D. Dichtiar an den Hochschulen für Musik in Detmold (bei Prof. K. Georgian) und in Karlsruhe (bei Prof. M. Ostertag). Die Meisterkurse bei Boris Pergamenschikow, Gerhart Darmstadt, Anner Bylsma, Rainer Zipperling und Phoebe Carrai rundeten seine Ausbildung ab.

Während der Studienzeit entwickelte er eine Leidenschaft für Alte Musik. Nach dem Abschluss in Karlsruhe ging Dmitri nach Basel, wo er das Studium für Barockcello an der Schola Cantorum Basiliensis bei Christophe Coin absolvierte.

Die intensive Beschäftigung mit der Alten Musik in verschiedenen Stilepochen führten Dmitri zur Zusammenarbeit mit vielen renommierten Ensembles wie Amsterdam Baroque Orchestra, Orchester Anima Eterna, Ensemble Cafe Zimmermann, Nova Stravaganza, Hofkapelle München, Ensemble moderntimes_1800, Orchester Wiener Akademie, Concerto Köln und Deutsche Händel-Solisten.

Als Solist, Continuo-Spieler und Kammermusikpartner von Deborah York, Max Emanuel Cencic, Matthias Rexroth, Siegbert Rampe, Markus Märkl, Jörg Halubek, Sergio Azzolini, Benno Schachtner, Christoph Hammer, Maurice Steger und Jos van Immerseel war er zu Gast bei Musik-Festivals und Konzertreihen u.a. bei Bach-Festival Leipzig, Bachfest Aschaffenburg, Rising Stars 2002, Händel- Festspiele Göttingen, Festival van Vlaanderen Brugge, Ludwigsburger Festspiele, Festival for Early Music in Soul, Korea, Festival Oude Muziek Utrecht, Antiquarium Moskau, Mozartfest-Würzburg, Musikfest Stuttgart.

Dmitri Dichtiar ist bei zahleichen CD- und Radioproduktionen zu hören. Er gibt Meisterkurse und unterrichtet Barockcello und historische Aufführungspraxis an der Hochschule für Musik Karlsruhe.

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Oliver Mannel stammt aus Heidelberg. 1998 schloss er sein Studium der Sprechkunst und Sprecherziehung an der Staatlichen Hochschule für Musik  und Darstellende Kunst in Stuttgart  mit dem Diplom ab. Er hatte Lehraufträge für Sprecherziehung und Rhetorik an mehreren Hochschulen in Süddeutschland inne und war von 1999 – 2001 als Phonetik und Dialogcoach in zwei internationalen Musicalproduktionen engagiert. Seit 2001 ist er Dozent für Sprechen in der Fachrichtung Theater an der Zürcher Hochschule der Künste. Seit seinem Studium zahlreiche Auftritte als Sprecher und Schauspieler, u.a. mit dem „studio gesprochenes wort“, den Stuttgarter Philharmonikern, dem Württembergischen Kammerchor und dem Tanztheater Fumi Matsuda

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Die gebürtige Immenstädterin Melanie Barbato ist promovierte Religionswissenschaftlerin mit Schwerpunkt asiatische Religionen und Christentum. Ihr Interesse gilt dabei auch der Rolle der Kunst im interreligiösen Dialog. Ihr aktuelles Projekt, das an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und dem Oxford Centre für Hindu Studies angesiedelt ist, beschäftigt sich mit Sprache im hinduistisch-christlichen Dialog. Neben wissenschaftlichen Texten schreibt Melanie Barbato Gedichte, die in Literaturzeitschriften und Onlinepublikationen erschienen sind. Im Landschreiber-Wettbewerb 2017 zum Thema Sprache und Mobilität erhielt sie den 1. Preis in der Kategorie Lyrik.

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Gegenüber (Counterpart) is a cycle of works for reciter and two cellos on lyrics by the scholar of religion Dr. Melanie Barbato.

The score was written for the international festival forum of contemporary music - oberstdorf 2019 and premiered on 16.03.2019 in the parish church of St. John Baptist in Oberstdorf.

 

Dr. Barbato writes in the prologue to the score:

"My idea was juxtaposing three stories from three religions / cultures,

that present a reflected form of non-action as the best option of action.

The connecting theme is non-violence, and basically the question of

how do you meet each other in the "Counterpart",

be it your own brother / competitor (Bahubali 1),

the spiritual master (Bahubali 2),

the stranger (Wolf of Gubbio), etc."

 

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Bahubali

Bahubali is the name of a prince in Indian mythology. After a long life as a king, his father, Rishabha, retired as a renouncer into the solitude of the forests, and 98 of his 100 sons did the same. King Rishabha made his eldest son, Bharata, his successor while his brother Bahubali was given a different kingdom. Baharata, however, wanted to have the kingdom of Bahubali for himself as well, and so a conflict arose. Both brothers had great strength and no one could beat them. Without weapons, the two stood against each other and the victor should

 

 

be ruler of the entire kingdom. Bahubali (= strong arm) had such great strength that he could overwhelm his brother. In great anger he raised his arm to kill Bharata with one last punch. Suddenly, Bahubali stopped and saw himself in the moment of reprehensible action and realized that no power and no kingdom in the world would be worth killing one's brother. So Bahubali let go of Bharata and immersed himself in deep meditation to find the highest form of enlightenment.

 

 

The Wolf of Gubbio

The Wolf of Gubbio was a wolf who terrorized the Umbrian town of Gubbio around the year 1200. The wolf roamed through the woods outside the city gates to attack anyone who was bold (and insane) enough to approach him. The animal seemed invulnerable and could not be beaten by any weapon. The city was in a state of siege ... and so Francis decided, contrary to the advice of his companions, to meet the wolf. Francis made the sign of the cross and walked through the city gate towards the Wolf. The beast did not attack the saint but, trotted towards him, and lay down at his feet, burying his head in Francis' hands.

However, when the townspeople approached, the wolf wanted to attack again. Francis, however, again made the sign of the cross and spoke to the animal: ‚Brother Wolf, you have brought much mischief to this country. You destroyed without permission and killed the creatures of God. You have even sought to kill man, the image of God. Brother Wolf, we will forgive you all the transgressions of the past if you are willing to make peace with us. I promise that the inhabitants of the city will feed you every day. You should no longer be hungry, because it is hunger that has made you so angry. You promise never to attack an animal or a human again‘. As a sign of his consent, the wolf placed his paw in the outstretched hand of Francis. The wolf now lived in Gubbio and went from house to house according to the agreement with Francis, and was fed by the inhabitants. After his death, the city was in mourning and according to tradition, Gubbio gave the wolf a solemn funeral. It is reported that in 1872, during a renovation, the skeleton of a giant wolf was found under a slab near the church wall.

 

The wolf of Gubbio is known to this day as a symbol for the holiness of Francis and for the omnipotence of God.

 

 

The Rainmaker

There was a big drought in a small Chinese village. All the attempts of the local rainmakers and magicians were unsuccessful, so that the residents decided to send for the famous rainmaker to the remote Kiao Chow. When he arrived after a long journey, he immediately went into the solitude of the wilderness and asked for nothing but some food.

For days nothing happened and a delegation of villagers made their way into the wilderness - but was sent back by the rainmaker. The next day (in the middle of summer) it started to snow first and shortly thereafter rain fell - at first softly, than harder and harder, and for days the country was soaked. When the residents asked the rainmaker for the secret, he said: 'When I came to your district, I noticed that the Tao was in imbalance - as well as my balance of Yin and Yang. All that had to be done was to go into the wilderness to come again into harmony with the Tao ... the rest took care of itself ...'

 

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Pavel Serbin (baroque violoncello). After graduating from the Gnessin Special Music School in Moscow, Pavel Serbin studied at the Moscow Conservatory under Prof. D. Miller. In 1999 he continued his studies at the Royal Conservatory in The Hague with the world-famous specialists for early music, Wieland Kuijken (viola da gamba) and Jaap ter Linden (baroque cello).

At the same time he made his concert examination with Prof. A. Rudin at the Moscow Conservatoire and since 2004 he teaches baroque cello, string quartet and chamber music there. In 2015 Pavel Serbin received his diploma in Viola da Gamba at the Conservatoire of Ettelbruck (Luxembourg) under Prof. Michel Rada-Igisch.

In 1999 Pavel Serbin was a winner in Bruges at the International Early Music Competition and in 2000 he won the competitions Premio Bonporti Competition (Italy) and Van Wassenaer Concurs (The Netherlands). Pavel regularly plays in Europe and Russia at various festivals such as: San Soussi Festival, Van Vlaanderen Festival, Early Music Festival (St.Petersbourg), Utrecht Oude Muziek Festival, Styriarte, Herne WDR - Tage Alter Musik.

The musical collaboration in the ensemble "A La Russe" with the pianist Olga Martynova served as the basis for the founding of the orchestra Pratum Integrum, which has led Pavel since 2003 as Artistic Director and since 2008 also as Conductor on the international podium. His discography includes more than 30 CDs.

Since 2012 he is solo cellist in Hofkapelle Munich. Pavel works in various ensembles such as: Academy for Early Music Berlin, Vienna Academy, and Orchestra Anima Aeterna.

 

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Dmitri Dichtiar (baroque violoncello) was born in Moscow. He studied at the Central Music School at the Moscow Conservatory. After graduating, he attended the Moscow Conservatory. His diplomas were awarded to Dmitri Dichtiar at the Universities of Music in Detmold (with Prof. K. Georgian) and in Karlsruhe (with Prof. M. Ostertag). The master classes with Boris Pergamenschikow, Gerhart Darmstadt, Anner Bylsma, Rainer Zipperling and Phoebe Carrai completed his training.

During his studies he developed a passion for early music. After graduating in Karlsruhe, Dmitri went to Basel, where he completed his studies for baroque cello at the Schola Cantorum Basiliensis with Christophe Coin.

Dmitri's intensive engagement with early music led him to collaborate with many renowned ensembles such as Amsterdam Baroque Orchestra, Anima Eterna Orchestra, Café Zimmermann Ensemble, Nova Stravaganza, Hofkapelle Munich, ensemble moderntimes_1800, Vienna Academy Orchestra, Concerto Cologne and German Händel-Soloists ,

 

As a soloist, continuo player and chamber music partner of Deborah York, Max Emanuel Cencic, Matthias Rexroth, Siegbert Rampe, Markus Märkl, Jörg Halubek, Sergio Azzolini, Benno Schachtner, Christoph Hammer, Maurice Steger and Jos van Immerseel he was a guest at music festivals and concert series and others at Bach-Festival Leipzig, Bachfest Aschaffenburg, Rising Stars 2002, Händel Festival Göttingen, Festival van Vlaanderen Brugge, Ludwigsburger Festival, Festival for Early Music in Soul, Korea, Festival Oude Muziek Utrecht, Antiquarium Moscow, Mozartfest-Würzburg, Musikfest Stuttgart.

Dmitri Dichtiar can be heard on numerous CD and radio productions. He gives master classes and teaches baroque cello and historical performance practice at the Hochschule für Musik Karlsruhe.

 

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Oliver Mannel is from Heidelberg. In 1998 he completed his studies of speech and speech education at the State University of Music and Performing Arts in Stuttgart with a diploma. He held lectureships for speech education and rhetoric at several universities in southern Germany and was engaged as a phonetics and dialogue coach in two international musical productions from 1999 to 2001. Since 2001 he is a lecturer in the field of theater at the Zurich University of the Arts. Since his studies numerous performances as speaker and actor, ia. with the "studio spoken word", the Stuttgarter Philharmoniker, the Württembergischer Kammerchor and the Tanztheater Fumi Matsuda.

 

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Born in Immenstadt, Melanie Barbato holds a doctorate in Religious Studies focusing on Asian religions and Christianity. She is also interested in the role of art in interreligious dialogue. Her current project, which is based at the Westfälische Wilhelms-Universität Münster and the Oxford Center for Hindu Studies, deals with language in the Hindu-Christian dialogue. In addition to academic texts, Melanie Barbato writes poems that have appeared in literary magazines and online publications. In the Landschreiber competition 2017 on the topic of language and mobility, she was awarded the 1st prize in the category Poetry.

 

 

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upcoming releases (2021)

 

The Holy Week Triptych

ein neues Album von Gerung-Arts&Music mit sakraler Chormusik interpretiert von dem herausragenden ensemble cantissimo unter der Leitung von Prof. Markus Utz
Das Album wird am 20.05. 2021 auf allen gängigen Plattformen veröffentlicht.

Inhalt:
o vos omnes I - II - III

Conductus

Resurrezione

 

Texte:

Asafpsalmen:

74,1 und 82,2

aus Choralis constantinus:
Haec dies sowie Pascha nostrum immolatus est Christus, alleluia
und
Resurrezione:
aus dem Tagebuch der Alessandra Bonoli

 

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The Holy Week Triptych

a new album by Gerung-Arts & Music with sacred choral music interpreted by the outstanding ensemble cantissimo under the direction of Prof. Markus Utz
The album will be released on May 20th. Published on all major platforms in 2021.

 

Content:
o vos omnes I - II - III

Conductus

Resurrezione

Lyrics:

Asafpsalms:

74.1 and 82.2
from Choralis constantinus:
Haec dies as well as Pascha nostrum immolatus est Christ, alleluia
and
Resurrections:
from the diary of Alessandra Bonoli

 

aktuell - current

Neuigkeiten

News

Neue Rezension (Jan. 2001) in der italienischen Presse von Prof. Renzo Cresti zur Veröffentlichung von Gerung-ArtsMusic

ULTMA RARA - The Bussotti Circle

New review (Jan. 2001) in the Italian press about the CD ULTIMA RARA - The Bussotti Circle (released Gerung-ArtsMusic) byProf Renzo Cresti.

ULTMA RARA - The Bussotti Circle

Der neue Gesamtkatalog von edition-gerung steht online.

Bitte infomieren Sie sich hier über unsere Kompositonen, über unser Audiolabel Gerung-Arts&Musik und über unsere bildnerischen Arbeiten aus Malerei und Grafik.

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The new general catalogue from edition-gerung is online.

Please inform yourself here about

our compositions, through our audio label Gerung-Arts & Musik and through our artistic works in painting and graphics.

Buchtipp /

recommended reading

 

Visionary Guitars
Chatting with Guitarists

 

Autor - Author:

Andrea Aguzzi

ISBN 978-1-326-58693-5

 

Das Buch ist in paper- oder e-book-Version erhältlich  und wird vertrieben über www.Lulu.com bzw. über alle anderen wichtigen Internet-Anbieter.

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The book is available in paper or e-book version and is distributed by www.Lulu.com or by all other major Internet providers.

 

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